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Culture & Community
mit Judith Delozier
21.-23. März 2003, jeweils 10:00 – ca. 18:00 Uhr VHS Bielefeld Kosten: Euro 245.- Wir menschlichen Individuen bilden Gemeinschaften durch gemeinsame Interessen oder das
Bewußtsein von verbindenden Faktoren. Damit beinhaltet Gemeinschaft auf einer Ebene Unterschiede, auf einer anderen Gemeinsamkeit.
Oft entstehen Gemeinschaften durch Gemeinsamkeiten auf den unteren logischen Ebenen, wie das Wohnen im selben Stadtteil oder das gleiche Sportinteresse.
Und es gibt Gemeinschaften wie die der Ärzte oder die der (beispielsweise) Polen in Deutschland. Damit lebt in der großen Gemeinschaft eine Vielzahl von Sub-Kulturen und Gemeinschaften, jede mit eigenen Charakteristika.
Unbeabsichtigte Gemeinschaft wie durch Geburt in einem Land teilt nicht notwendigerweise ihre Interessen, beabsichtigte Gemeinschaft
teilt mit Absicht und Ausrichtung. Sie bezieht sowohl soziale Aktivitäten die ein Zugehörigkeitsgefühl erzeugen mit ein, und ermöglicht
daneben Individualität, für die es in der Gemeinschaft ausreichend sicheren Raum geben muß. Menschen in einer Gemeinschaft müssen nicht `alle dasselbe Bild ansehen´, jedoch möglichst in dieselbe Richtung. Der Wert von Gemeinschaft liegt in der Bündelung verschiedener Menschen mit unterschiedlichen Ressourcen im Dienst an einem
geteilten Interesse, dass mehrere leichter erreichen, als Einzelne dies könnten. Idealerweise findet in der Gemeinschaft wechselseitige Unterstützung für das Erreichen des gemeinsamen Zieles statt.
Aus der NLP-Perspektive ist eine Gemeinschaft ein sich selbst organisierendes System, dass sich auf einen Attraktor zubewegt.
Ordnung in dieser Selbstorganisations-Landschaft entsteht durch gemeinsame Interessen, geteilte Ziele und Vorannahmen, und die
Bewusstheit von Gemeinsamkeit unter den Mitgliedern. Diese Gemeinsamkeiten können auch auf den oberen logischen Ebenen liegen,
und in den stärksten Gemeinschaften werden geteilte Interessen mit Relevanz auf verschiedene Ebenen miteinbezogen, insbesondere
Überzeugungen und Werte sowie Identität. NLP in NRW e.V. ist ein Beispiel für eine Interessengemeinschaft von NLP-Anwendern, die
jedoch in verschiedene Sub-Kulturen unterteilt ist: die Business – und die Therapie-Anwender, die Pädagogen und die Mediatoren.
Jede dieser Untergruppen kann bei längerem Bestehen wieder eine eigene Kultur bilden. Kultur jedoch ist nicht ein Produkt geteilten
Wissens oder Information, sondern baut auf meist unbewusste Verhaltensweisen auf, Stabilität kommt bei geteilten Überzeugungen und Werten hinzu .
Judith DeLozier
.. ist als Trainerin, Mitentwicklerin und Designerin von Trainings Programmen seit 1975 dem Neuro Linguistischen Pro-grammieren
verbunden. Als Mitglied der Ursprungs-Gruppe um Grinder und Bandler hat sie grundle-gende Beiträge zur Entwicklung zahlreicher
NLP-Modelle und -Prozesse gemacht. Sie ist Mitautorin verschiedener NLP-Bücher, und der NLP-Enzyklopädie.
Ihr besonderes Interesse gilt interkultureller Arbeit mit NLP, und aufgrund ihrer Erfahrung als Tänzerin ist Bewegung zu einem der Haupt- `Werkzeuge´ des NLP geworden (ja, vorher fand NLP nur im Sitzen statt). Sie hat rund um den Erdball auf allen Kontinenten gelehrt, und leitet gemeinsam mit Robert Dilts die NLP-Universität in Santa Cruz, Kalifornien. |